Montag, 16. Januar 2012

Macau - unendlicher Luxus mit etwas mehr Schein als Sein

Es ist doch eine Weile her seit ich den letzten Beitrag verfasst habe. Ja, die Zeit waren eben ein knappes Gut. Heute sitze schon wieder an meinem geliebten Schreibtisch. Und dennoch möchte ich meine "Notizen" und Gedanken zu den letzten Stationen noch einmal festhalten, um die "Reisedokumentation" zu vervollständigen. Man muss vielleicht einmal erwähnen, dass ich allgemein ja nur kurz beschreibe, was wir so getrieben haben. Details, nähere Beschreibungen und Klassiker (wir hatten 100te davon) muss man sich eben persönlich erzählen lassen. Soviel dazu.

Der letzte Tag auf Boracay verlief für Plane, Moni und mich ziemlich entspannend. Wir sonnten uns etwas und lagen am Strand herum. Der Rest war zum Areal's Point zum Klippenspringen gefahren. Da es aber alles andere als ein ruhiger sonniger Tag auf der Trauminsel war, kam die Truppe nach ziemlich rauen Seegang vollkommen durchnässt vom Ausflug zurück. Ein echte Odysee.

Nach einem entspannten Abend hieß es dann am nächsten morgen um 10.30Uhr "Bye Bye Boracay" für Reisegruppe 1, die Manila über Kalibo anflogen. Gruppe 2 blieb noch bis 13Uhr auf der Insel zurück und startete dann die Reise. Alles in allem verlief die Reise nach Macau ohne Probleme und wir fanden uns ins Manila relativ schnell wieder.

In Macau angekommen ging es bereits los. Wir hatten einen Pick-Up Service des Venetian Hotels in Anspruch genommen, um uns vom Flughafen abholen zu lassen. Von nun an waren wir umzingelt von Concierges und Bediensteten, die einem - für einen kleinen Obolus - jeden Wunsch erfüllten. Und wir genossen es. Nach einer Woche Strand, mit Salzwasserdusche und Sand im Bett war es - im Übrigen wie geplant - wirklich sehr entspannend diesen Luxus in Anspruch zu nehmen. Dazu kam, dass die wir für die beiden Royal Suites (kleinste Suite mit 70m²), die wir gebucht hatten ein kostenloses Upgrade erhielten, da sich IBM kurzfristig mit der kompletten Belegschaft eingebucht hatte und unsere Suites vergeben waren. Nun lebten wir alle 9, mit 3 Zimmern auf jeweils ca. 140m², ca. 3km Fußweg voneinander entfernt. Es ist schon unglaublich, wie groß dieser Laden ist und wie weit die Wege sein können. Die Lobby natürlich meilenweit voll mit Glückspielautomaten, Poker- und BlackJack-Tischen, Roulettes und vielen anderen Spielen, die man wohl nie verstehen wird - typisch Asien eben.




Wir liesen es am ersten Abend dann doch noch richtig krachen und manche von uns waren froh am nächsten Morgen (nach einem kleinen Power-Nap) nicht Haus und Hof verzockt zu haben. Wir starteten am frühen Nachmittag direkt in die Innenstadt Macaus, um uns vom portugiesischen Flair überzeugen zu lassen - und man muss zugeben: es ist wirklich schön. Die Gassen klein und eng und die Fassaden in südeuopäischen Stil - beeindruckend.


Wir marschierten auf die Burg hinauf, von wo aus man einen schönen Blick über Stadt hatte. Von hier aus konnte man sich ein besseres Bild von der Stadt machen und mir wurde bei längerer Betrachtung klar: "Es ist doch alles etwas mehr Schein als Sein". Warum? Man sieht tolle Hotels und schöne Gebäude, die der Stadt eine moderne Skyline verpassen, aber bei genauerer Betrachtung findet man zwischen drin, heruntergekommene Häuser und Straßen. Zwischen portugiesischem Flair und dem vielen Luxus lebt die Armut und hält sich fest. Ich habe versucht diesen Eindruck einmal festzuhalten:



Fassade an der Straße:


Und so sieht's in der Seitenstraße aus:


Die Premium Rooms vor dem Grand Lisboa:


Ja, wir besuchten das Grand Lisboa und verbrachten alle noch etwas Zeit an den Black Jack Tischen dort bevor wir mit dem Taxi wieder zurück ins Venetian fuhren. Der Plan für den Abend stand bereits: kurz in die hoteleigene heiße Quelle im Poolbereich auf ein Bierchen und anschließend besuchte ein Teil von uns den "Cirque Soleil", der ebenfalls im hoteleigenen Musical auftrat. Eine tolle Aufführung, jedoch für den Einen oder Anderen von uns doch eine "Bleib Wach" Herausforderung.


Der hiesige Abend verlief eher ruhig. Wir waren alle noch etwas angeschlagen von der Vornacht. Ich ging mit Moni, Brauer und Plane noch zum Italiener zum Abendessen am Markusplatz (im Venetian) und anschließend noch etwas zum Roulette zocken, bevor Moni und ich uns gegen 01.30Uhr ins Zimmer zurückzogen und packten. Am nächsten Tag ging es für uns morgens los nach Shenzhen. Moe und Brauer hatten entschieden Shenzhen zu skippen und einen Tag in Macau zu verlängern. Der Plan war sie in 36Std. in Hong Kong wieder anzutreffen.

Shenzhen selbst ist eine beeindruckende Stadt. Nicht weil sie soviel Touristisches zu bieten hätte oder kulturell besonders ist - nein. Das Beeindruckende an Shenzhen ist diese Ausstrahlung. 1979 zählte Shenzhen ca. 30.000 Einwohner - heute über 12 Mio.! Die Stadt ist nigelnagelneu und man sieht dort nur junge Menschen, die ihr Glück in der aufstrebenden Metropole suchen. Wir stellen uns einfach mal kurz vor, dass unser schönes Pfaffenhofen innerhalb von 40 Jahren von 25.000 auf über 10Mio anwachsen würde. Schon der Gedanke ist erschreckend.

Moni und ich trafen dort den Agenten unserer Firma (Nepata Vertrieb GmbH), der für uns schon seit Jahren die Geschäfte betreute. Es war sehr gut, sowohl für Moni als auch mich, ihn einmal persönlich kennen zu lernen, um besser zu verstehen, wie unsere Geschäfte in China verlaufen, und natürlich gleichzeitig auch unsere einzige Chance, überhaupt in Rot-China unterwegs zu sein, denn Englisch ist dort kaum vorhanden. David führte uns zu schönen Stellen der Stadt und stellte uns vor kulinarische Herausforderungen, die es aber zu überwinden galt.

Wir verbrachten die Nacht dort in einem sehr angenehmen Hotel und nach dem klassischen chinesischen "Morning-Tea" am nächsten Morgen brachte uns David an den Checkpoint - die Grenze zwischen China und Hong Kong. Nach einer eher anstrengenden Einreise, verbunden mit langem Anstehen und Wartezeit, hatten wir auf Hong Konger Seite etwas Glück von einem chinesischen Passanten angesprochen zu werden, der anscheinend deutlich in unseren Gesichtern lesen konnte, dass Moni und ich eher verloren schienen. Denn wir konnten sowohl die Busgesellschaft als auch die Buslinie nicht finden, die David uns aufgeschrieben hatte. Der freundliche Passant, der übrigens absoluter Deutschland-Fan war (er hatte Deutschland schon oft bereist und konnte gar nicht genug davon erzählen), musste zufälligerweise fast an die gleiche Richtung wie wir - Hong Kong Innenstadt eben - und begleitete uns auf dieser Überfahrt von ca. 60min.

Die Anderen hatten nach einer eher kurzen Nacht die Fähre morgens gegen 11Uhr genommen, um nach Hong Kong rüber zu reisen. Der Eine übernächtig und erschlagen, wurden Andere von der Seekrankheit verfolgt. Übel, Übel... Aber naja, nach ihrer Ankunft ruhten sich die meisten erstmal aus - falls das überhaupt möglich war. Denn von 140m² Venetian waren wir nun auf 4m² in die Chungking Masions umgezogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Chungking_Mansions). Eins kann man wirklich behaupten: das ist ein Erlebnis.

Aber nun genug erstmal. Ich werde zu Hong Kong nochmal einen eignen Artikel verfassen und möchte nun nicht zu viel davon vorwegnehmen. Alles in allem war Macau eine Reise wert und wer daran zweifelt es einmal zu besuchen? Mein Tipp: auf keinen Fall zweifeln - einfach hin!

Fotos: Nadiem von Heydebrand

Sonntag, 8. Januar 2012

Boracay - Sunshine Reggae und Pina Coladas

Wie im letzten Arikel bereits erwähnt war die Anreise auf Boracay doch eher anstrengend. Nach unserem letzten Tag in Taipeh machten wir uns noch in der selben Nacht auf den Weg. Mit dem Bus zum Flughafen, mit dem Flieger über Manila nach Caticlan und mit der Fähre nach Boracay. Ein langer Weg mit viel Stress, vor allem mit den Flughäfen und der Airlines. 
Aber bei der Ankunft am Flughafen in Boracay überkam mich dann wirklich das erste Mal dieses Gefühl weit weg von Zuhause zu sein - auf der anderen Seite der Welt. Das Flughafen-Terminal war so groß wie die Centro Bar, überall fuhren Tuk Tuks durch die Gegend und vor allem hatte es am Morgen bereits 21 Grad und es roch nach Meer. Die Palmen und das viele Grün um uns herum taten ihr Restiliches. Die Überfahrt auf die Insel hatte was Befreiendes an sich das Ziel endlich erreicht zu haben.
Von nun an war Entspannung angesagt. Die Woche in Taiwan hatte uns doch allen ziemlich zugesetzt, da wir sehr viel unternommen hatten und nichts verpassen wollten. Es mangelte bei allen deutlich an Schlaf. Da wir unsere Bungalows erst ab 14Uhr beziehen konnten, wir jedoch gegen 9Uhr die Insel erreichten, legten wir das Gepäck auf dem Gelände ab und machten es uns am White Beach gemütlich. Ob er wirklich so weiß ist? Ja! Laut Liste gehört er zu den 10 schönsten Stränden der Welt und dem kann man nur zustimmen.
Die ersten von uns schliefen relativ bald am Strand ein (darunter auch ich) und allgemein verlief der Tag verschlafen. Das Schöne an der ganzen Sache war: kein Programm! Jeder konnte tun und lassen was er wollte. Ob mit oder ohne der Gruppe, allein oder zu zweit, anstrengend oder entspannend. Ein gutes Gefühl. Auch mit den Zimmern waren wir sehr zufrieden. 5 von uns hatten zwei Zimmer in erster Reihe mit einer kleinen Terasse gemietet, auf der wir letztlich viel zusammen waren. Die Zimmer lagen nebeneinander, sodass wir einen größeren Bereich einnehmen konnten und zwei Tische hatten. Zwischen dieser Terasse und dem Meer lagen keine 20m.
Allgemein war dieser Aufenthalt geprägt von Essen, Chillen und Schlaf. Klar war bei knapp 0,50€/Kanne das eine oder andere Getränk im Spiel und auch den einen oder anderen Club haben wir nicht ausgelassen, aber im Großen und Ganzen wurde die meiste Zeit gelenzt und diskutiert (wie immer halt in unserer Gruppe). Boracay ist in meinen Augen eigentlich eine perfekte Urlaubsinsel. Auf der einen Seite ist es so touristisch, dass man als Europäer von den Einheimischen nicht sofort angestarrt wird (im Gegensatz zu Kaohsiung bspw.) und es ein sehr großes Angebot an Bars, Kneipen, Restaurants und Pubs gibt. Auf der anderen Seite ist es nicht ganz so überlaufen, die Preise sehr günstig und allgemein entspannt und freundlich. Zusammengefasst: eine touristische, aber schöne kleine Insel mit viel exotischen Flair!
Auch wenn der Schein auf den Fotos etwas trügen mag, hatten wir leider nicht immer das Beste Wetter. Es als schlecht zu bezeichnen wäre jedoch übertrieben. Es regnete ab und zu kurz (warme Sommerregen) und es war ab und zu bewölkt, aber immer warm mit lauem Sommerwind. Warum ich das schreibe? Tja, die fehlende Sonne machte dem Einen oder Anderen die Entscheidung leichter nicht am Strand herum zu liegen und sich stattdessen die Zeit anderweitig zu vertreiben und zwar mit: TAUCHEN! - was den Aufenthalt letztlich fast komplett ausfüllte. Aber vielleicht ein paar Worte mehr dazu.

Allgemein ist Boracay eine Taucherinsel. Es sind unheimlich viele Taucher unterwegs und es reiht sich eine Tauchschule neben der anderen ein. Nach ca. 24 Stunden Schlaf machte ich mich alleine auf den Weg, um mir mal ein Bild der Schulen zu machen und die Preislandschaft zu erkunden. Preislich waren sie alle gleich, aber ihre Nationalitäten waren unterschiedlich. Von einheimischen Schulen bis hin zu Franzosen und Koreanern war alles dabei. Am Sympatistischen war mir jedoch eine Art internationale Tauchschule: der Inhaber ein Schweizer und irgendein hohes Tier bei PADI, die Präsidentin aus Boracay, die Instructor aus UK, South Africa und den Philippinen, die teilweise und zeitweise während der Hauptsaison hier arbeiteten und dann in die Heimat zurückflogen. Und da diese Jungs die Einzigen waren, die mich nicht mit irgendwelchen dummen Sales-Sprüchen auf der Straße anmachten (die Sprüche kenne ich selbst nur zu Genüge und habe Zuhause ausreichend in de Schublade), sondern mich einfach nur anlächelten als ich vorbeiging, entschied ich mich reinzugehen und machte sofort einen Fun Dive für 1Std. Später klar. Ich war mit einem Master aus UK unterwegs. Es war sehr angenehm, dass ich der einzige Anmelder für den Fun Dive war, d.h. das Boot fuhr nur wegen mir und einen AOW Kurs, bestehend aus 2 Leuten, aufs Meer hinaus - auch sehr sympathisch. Der Dive an sich war aüßerst angenehm, auch wenn ich etwas nervös war, da ich lange nicht mehr im offenen Meer getaucht habe. Anschließend war jedoch klar: sollten wir weitere Tauchgänge machen, ist das der richtige Shop. 

Während ich jedoch zu Wasser war, wachte der Rest der Gruppe auf und machte sich ebenfalls auf die Suche nach einem Dive Shop. Sie ließen sich von diesem Franzosen einfangen. Nicht, dass dieser nicht auch sehr nett gewesen wäre, aber irgendwas schmeckte mir an dem Laden nicht so ganz, vielleicht weil abends ein Deutscher an der Straße stand und "deutsche Tauchkurse" verkaufen wollte. Ja in solchen Momenten schiebe ich etwas Hass auf das eigene Land. Ich wollte bewusst keinen deutschen Instructor.  Die deutsche Tauchschule in Thailand hat mir damals schon gereicht. Wie auch immer, nach ein paar meiner besten Sales-Sprüche ;) und einem Briefing mit Al (Aliston) aus Johannisburg, war die Gruppe von meinem getesteten Shop überzeugt und die Bilanz war sehr gut:

Brauer und ich entschieden unseren Advanced Open Water (AOW) Schein zu machen und Plane plante (Wortspiel) seinen Open Water. Der Rest (bis auf Moe - Asthma Probleme) schrieb sich für einen DSD (Schnuppertauchkurs) ein. Das Beste daran war, dass die Jungs aus den Dive Shop alles so arrangierten, dass beide Kurse und die DSD Leute gemeinsam zu einer Dive Side fahren konnten und wir alle, einschließlich Moe als Schnorchler, gemeinsam tauchen konnten. Dazu hatten die Jungs noch eine Unterwasser Kamera dabei - einfach Klasse.

Und das Resümee: alle waren hoch auf begeistert. Mit etwas gutem Zuspruch, Ermutigung (Maske abnehmen unter Wasser ist nichts Dramatisches) und dem unglaublichen Edwin - ein Philippiner aus Boracay, der unglaublich nett und herzlich ist und das Meer kennt wie kein Zweiter - konnte sich nachträglich auch Moni noch zu einer Anmeldung zum Open Water Schein entscheiden und diesen mit absoluter Begeisterung erfolgreich abschließen.
Und während die Taucher ihrem Hobby nachgingen erkundeten die Anderen die kleine Insel und fanden wunderschöne Plätze. Wenn man die Natur betrachtet ist das Land wirklich ein Juwel, jedoch darf man nicht wegsehen. Im Landesinneren, ab vom touristischen Strandfeeling, herrscht bittere Armut. Man sieht lediglich Wellblechhüttem und Slums. Gerade bei den tropischen Regenfällen ist das Landesinnere meist vollkommen überflutet und es stinkt nach Kloake. Am White Beach herrscht Partylaune. Man merkt nichts. Das ist schon irgendwie komisch, aber man kann es nicht ändern. Man muss auch berücksichtigen, dass die Leute diesen Tourismus hier als Wirtschaftsfaktor einfach brauchen und daher so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf das Landesinnere richten möchten. Das merkt man überdeutlich und das Motto lautet hier eben: "Sunshine Reggae und Pina Coladas". Naja, wie auch immer.

Heute ist unser letzter Tag auf Boracay. Ein Großteil der Truppe ist heute zum Areals Point gefahren - wohl einer der bekanntesten Plätze in dieser Inselregion. Dort kann man soweit ich weiß aus 6m, 9m und 18m Klippenspringen. Eine Touristentour eben, aber sicherlich gut. Ich habe mich entschieden nicht mitzukommen. Ich bin doch von den letzten 3 Tagen Tauchen ziemlich erledigt und möchte nochmal ausspannen, bevor die Reise weitergeht. Das nächste Ziel ist Macau - da muss ich absolut fit sein ;) ! Morgen teilt sich die Gruppe wieder einmal für die Reise auf. 5 von 9 reisen bereits morgens ab 10.30Uhr über Kalibo nach Manila, da dieser Flug etwas günstiger war. Der Rest von uns verlässt die Insel um 13.00Uhr - wieder über den Flughafen Caticlan. Wir treffen uns in Manila am Flughafen, von wo aus wir dann gemeinsam nach Macau weiterreisen. 

Alles in allem kann man Boracay als Strand-Urlaubsziel durchaus empfehlen. Es ist eine wunderschöne Insel mit Flair, viel Angebot und man wird immer von dem Gefühl begleitet auf der anderen Seite der Welt zu sein, bei anderen Leuten, mit anderen Sitten und eigenen Geschichten. Ich glaube schon, dass ich irgendwann in meinem Leben nochmal hier herkommen werde, aber es wird sicherlich etwas dauern. 
Mal sehen, jetzt versuche ich erstmal den letzten Tag noch zu genießen, auch wenn ich mir vorgenommen habe, heute wieder mal was für die Uni zu tun, die morgen in der Heimat ja offiziell wieder startet. Vielleicht berechne ich mal die bedingten Wahrscheinleichkeiten für alle möglichen Kimbinationen im Black Jack, um für den ersten Tag in Macau gut vorbereitet zu sein ;)!

Auf bald, Freunde!

Fotos: Nadiem von Heydebrand

Mittwoch, 4. Januar 2012

Sylvester in Taipeh - wenn ein Turm in die Luft geht

Nach einem eher ruhigeren Tag in Kaohsiung mit Tempeln, etwas Shopping und einem tollen Seafood Abendessen machten wir uns am nächsten Morgen (31.12.11) auf den Weg in die Hauptstadt der Republik China - nach Taipeh. 


Um 9.30Uhr hieß es: "Alles Einsteigen" und der High Speed Train raste mit mehr als 350km/h ca . 400km Richtung Norden. Dort angekommen, wurden wir von einem tollen Guide empfangen: Lisa, eine Freundin von Tim und ein über aus nettes Girl, wartete bereits am Gleis auf uns, um uns während unseres Aufenthalts zu betreuen. Egal ob U-Bahn Fahrt zum Hotel, Organisation im Massage-Tempel oder bei der Reservierung im Restaurant oder der Bar - Lisa war immer da! Außerdem führte sie uns mit ihrer Freundin zu den heißen Quellen Taipehs, gewissermaßen Bergseen, die bis. 75 Grad heiß sind. Es waren tolle Ausflüge, die uns aufzeigten wie wunderschön dieses Land sein kann.
Aber das größte Highlight war mit Sicherheit die Silvesternacht. Bereits gegen 16Uhr machten wir uns auf den Weg zum momentan 2. höchsten Gebäude der Welt, dem 101 Tower. Das Feuerwerk und die Sylvesterfeier dort gehören zu den atemberaubendsten Silvesternächte der Welt. Wir mussten uns so früh auf den Weg machen, da später keine Möglichkeit mehr bestanden hätte, irgendwie dorthin zu gelangen. Nach ca. 20min U-Bahn Fahrt erreichten wir den Main Square vor dem Tower, an dem wir den restlichen Abend verbringen wollten. Bei ca. 15 Grad war es dort abends sogar eher frisch. Um die Versorgung sicherzustellen schwärte jeder von uns einzeln aus, um Getränke einzukaufen - und zwar jeder so viel er tragen konnte. Das Ende vom Lied war, dass jeder von uns mit zwei vollen Tüten voller Getränke zurückkehrte und wir somit einen leichten Überbestand hatten (genauere Zahlen werden auf Anfrage bekannt gegeben ;) ). Als die Uhr Null schlug erlebten wir ein Feuerwerk der absoluten Spitzenklasse und lagen uns zum Neujahres Gruß in den Armen und sangen.

Am letzten Tag besuchten wir den 101 Tower noch einmal am Tag. Darin befindet sich wohl eine der größten Malls, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Von Chanel bis Apple sind alle großen Marken der Welt  dort vertreten. Außerdem nahmen wir die Chance wahr in den höchsten Stock hinaufzufahren, um uns die Welt einmal aus ca. 500m Höhe anzuschauen. Dabei sehen sogar die größten Hotel eher wie Spielzeug aus.


Den Tag beendeten wir mit einem letzten Besuch eines Buddha Tempels und einem touristischen Nachtmakt, bevor es dann hieß Goodbye Taiwan - Hello Philippines! Wir machten uns vom Nachtmarkt direkt auf den Weg zum Hotel und dann zum Flughafen, da wir in der Nacht noch abreisten. Diese Reise selbst war durchaus anstrengend, dafür landeten wir nach ca. 10Stunden Anreise zu guter Letzt wirklich in einem Paradise, aber dazu ein ander Mal mehr - und man darf gespannt sein!

Fotos: Nadiem von Heydebrand